Vertrauen ist die Basis für menschliche Beziehungen

Vertrauen ist ein kostbares Gut – und doch so flüchtig. Mehr denn je kommt es in der Informationsgesellschaft darauf an, es gezielt zu pflegen.
Vertrauen und Misstrauen – zwischen den beiden Polen pendelt der Mensch. In seinem Verhalten spiegelt sich stets beides zugleich – situationsabhängig in unterschiedlichem Mischungsverhältnis. In jedem Fall ist Vertrauen ein wichtiges Stück Sozialkapital und mindert die Transaktionskosten.
Vertrauensbeziehungen sind durch Sympathie, Wertschätzung, Wohlwollen, und Nähe gekennzeichnet. In jedem Fall ist Vertrauen ist eine freiwillige Beziehungsqualität: Niemand wird es dem Menschen aufzwingen, niemand kontrollieren können. Das bedeutet stets: Ich muss um Vertrauen werben, damit es mir mein Gegenüber leiht. Und habe ich es einmal errungen, will es gepflegt sein: Vertrauen verpflichtet, niemand schenkt es dauerhaft.
Vertrauen bleibt zerbrechlich. Denn es bedeutet bewussten Informationsverzicht, während Misstrauen Informationssicherheit anstrebt. Beides sind zwei Seiten der einen Medaille, die da heißt: Der Mensch will Sicherheit oder gar Kontrolle in einer unbekannten Situation gewinnen.
Im Marketing, in Werbung und Öffentlichkeitsarbeit ist Vertrauen unabdingbar: Wer bei seinen Adressaten kein Vertrauen erringt, kann sein Werben gleich einstellen. Vertrauen nutzt dem Werbenden, ein Vertrauensmissbrauch schadet ihm allemal mehr.
Als vertrauenswürdig gelten Personen und Institutionen, die sich durch Kompetenz (fachlich, sozial), Konsistenz (Berechenbarkeit, Verlässlichkeit), Integrität (Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit), Offenheit (Informationsweitergabe) und Wohlwollen (Fairness, Loyalität, Respekt) auszeichnen. Das tagtäglich zu transportieren, ist eine der vornehmsten Aufgaben jeder Werbe- und PR-Anstrengung. (th)
